Kunden finden
(19)
 (3)
 (4)
 (3)
 (4)
 (5)
3.219

Storytelling: Beispiele und Methoden für den Einzelhandel

Als der Extremsportler Felix Baumgartner 2012 aus der Stratosphäre sprang, bewies das österreichische Unternehmen Red Bull eine sehr konsequente Auffassung von Storytelling als Marketing-Methode.

Ganz im Sinne des Slogans „Red Bull verleiht Flügel“ wollte der Energy-Drink-Vertreiber den Rekord des höchsten Fallschirmsprungs brechen – was ihm gelang. Begleitet wurde die Aktion von einer Live-Übertragung des Sprungs und Berichterstattungen. Damit erzählte Red Bull eine Geschichte, die lange in Erinnerung bleiben wird – und mit ihr die Marke, die dahintersteckt.

Dieses Storytelling-Beispiel können sich auch kleinere Geschäfte als Vorbild nehmen. Dabei muss es nicht gleich ein Sprung aus der Stratosphäre sein. Mit den folgenden Tipps lassen sich selbst mit kleinem Budget gute Geschichten erzählen.

 

Was ist Storytelling?

Storytelling ist ein Instrument, bei dem durch das Erzählen einer realen oder konstruierten Geschichte Ideen, Informationen beziehungsweise Produkte vermittelt werden. Der Hintergrund: Durch die Geschichte als Ausdrucksform können komplexe Informationen vereinfacht und anschaulich präsentiert und so leichter aufgenommen werden. Zudem werden sie langfristig im Gedächtnis verankert. In welcher Form und auf welchem Kanal die Geschichten schließlich erzählt werden, kann ganz unterschiedlich aussehen: Das Spektrum reicht von einer Reportage auf dem Reiseblog eines Outdoor-Bekleidungsgeschäfts über die Rede eines Ladeninhabers auf der Weihnachtsfeier bis hin zur Winter-Wonderland-Schaufenstergestaltung. Oder Sie drehen einen Werbe-Videoclip – ein besonders prominentes Beispiel hierfür ist sicherlich der EDEKA Weihnachsclip #heimkommen, der auf YouTube mittlerweile fast 62 Millionen Mal aufgerufen wurde.

 

Eine Geschichte erzählen: So finden Sie ihr Konzept

Storytelling als Marketing-Methode klingt im ersten Moment abstrakt. Aber wir versprechen Ihnen: In jedem Schreinerladen, jedem Blumenhandel und jeder Bäckerei gibt es etwas Interessantes zu berichten. Meist sind die besten Geschichten sogar im Alltag versteckt – Sie müssen sie nur erzählen. Vielleicht haben Sie einen Stammkunden, der regelmäßig von weither für Ihr Sortiment anreist? Oder folgt die Herstellung Ihres Produkts vielleicht einer langen Tradition? Die Möglichkeiten sind so vielfältig, dass Sie auf der Suche nach Ihrer Story am besten mit ein paar Fragen beginnen.

 

3 Fragen, mit denen Sie das Konzept Ihrer Geschichte finden

  • Hat Ihr Geschäft ein Alleinstellungsmerkmal?

Bei Ihnen werden faire Arbeitsbedingungen großgeschrieben? Oder setzen Sie bei Ihrem Sortiment auf Nachhaltigkeit? Dann sollten eben diese Punkte in Ihrer Geschichte eine Rolle spielen.

 

  • Welche Inhalte findet Ihre Zielgruppe spannend?

Wie bei herkömmlicher Werbung ist auch im Storytelling die Zielgruppe entscheidend. Richtet sich Ihr Angebot vor allem an Studenten und Azubis? Dann sollte Ihre Story-Inhalte auf ein junges Publikum zugeschnitten sein.

 

  • Warum interessieren sich Ihre Kunden für Ihre Produkte?

Im Red Bull-Beispiel ist der Produktnutzen klar: Das Getränk verleiht Energie und verhilft Konsumenten zu ungeahnten Höchstleistungen. Welche Gründe bewegen Ihre Zielgruppe, sich für Produkte aus Ihrem Sortiment zu interessieren? Camping-Fans sind zum Beispiel auf der Suche nach Freiheit und Abenteuer. Bücherwürmer wollen lesend neue Welten entdecken oder sich entspannen. Wenn Sie verstehen, was Ihre Kunden bewegt, sind Sie Ihrem Story-Konzept bereits einen großen Schritt näher.

 


Viele weitere interessante Artikel finden Sie hier


 

Storytelling-Beispiel 1: Die Unternehmensgeschichte

Ihr Geschäft hat eine besondere Geschichte? Benutzen Sie sie! Vielleicht ist Ihr Laden ja unter besonderen Umständen entstanden oder die Gründer waren interessante Menschen. Es kann auch sein, dass Ihr Geschäftsgebäude schon besonders alt ist und viel „gesehen“ hat. Denken Sie in alle Richtungen, die Ihnen einfallen. Idealerweise können Sie die Geschichte auch mit dem Konzept Ihres Ladens verbinden und so ein authentisches Bild Ihres Geschäfts präsentieren.

 

Storytelling-Beispiel 2: Produktgeschichten

Mit Produkten lassen sich wunderbare Geschichten erzählen. Egal ob Bücher, Kuchen oder Blumentöpfe: sie alle eignen sich fürs Storytelling-Marketing. Wenn Sie eine Konditorei besitzen, können Sie die Entstehung Ihrer Kuchen vom Himbeerenkauf bis zur Dekoration filmen und auf Instagram teilen. Oder Sie überlegen sich als Blumenhändler eine neue Pflanzenkreuzung und dokumentieren die Entwicklung der Pflanze ebenfalls auf Instagram. Seien Sie kreativ und schauen Sie, was bei Ihren Kunden gut ankommt.

 

Wo und wie zeige ich meine Geschichte?

Instagram haben wie ja bereits erwähnt und tatsächlich sind soziale Netzwerke tolle Mittel, Ihre Story unter die Leute zu bringen. Darüber hinaus gibt es jedoch zahlreiche andere Kanäle, die Sie nutzen können. Schaufenster bieten zum Beispiel schöne Möglichkeiten, eine Geschichte zu erzählen. Indem Sie etwa Fotos über die Entstehung Ihres Ladens aufstellen oder mit Hilfe von Requisiten ein Standbild aufbauen, dass sich jeden Tag verändert. Also ein Art Homestory mit Schaufensterpuppen. Genauso gut können Sie auch Prospekte, Zeitungsanzeigen oder Monitorwerbung (zum Beispiel über der Supermarktkasse) dafür nutzen, Ihre Geschichte zu verbreiten.

 

Machen Sie Ihre Kunden zum Teil des Storytelling

Damit Sie durch Storytelling eine dauerhafte gute Beziehung zu Ihren Kunden aufbauen, integrieren Sie sie in Ihre Strategie. Auch hierfür sind die sozialen Netzwerke gute Werkzeuge. Über Instagram und Facebook können Sie mit Ihren Kunden beispielsweise den nächsten Kuchen abstimmen, den Sie backen sollen. Als Buchhändler könnten Sie Ihre Kunden dazu auffordern, Fotos von Ihren liebsten Leseorten zu posten und sie zu verlinken. So fördern Sie Ihre Bekanntheit und Ihre Kunden bauen zu Ihrem Geschäft eine emotionale Bindung auf.

 

Fazit

Für ein gelungenes Storytelling gibt es viele Beispiele. Schauen Sie sich einmal im Internet um, wie es „die Großen“ umsetzen und lassen Sie sich inspirieren. Behalten Sie bei Ihrer Geschichte immer im Blick, was Ihren Laden ausmacht und vermitteln Sie dann genau das auf eine emotionale Weise. So bleibt Ihr Geschäft Ihren Kunden im Kopf.

 

Allgemeiner Tipp: Ein professionelles Kartenterminal sollte jeder Händler seinen Kunden bieten.

Kassenterminal anfordern

Sie suchen die passende Bezahllösung oder Finanzberatung?

Oder möchten mit unserem Newsletter immer auf dem Laufenden bleiben?

030 / 869 869 55

businessline@berliner-sparkasse.de

Newsletteranmeldung