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Nachhaltigkeit im Einzelhandel umsetzen: Mit diesen 4 Ansätzen gelingt’s

FairTrade, Bio, regional produziert – im Zuge des gesellschaftlichen Umdenkens zu mehr Umweltbewusstsein und sozialer Verantwortung ist Nachhaltigkeit im Einzelhandel zu einem beherrschenden Thema geworden.

Immer mehr Kunden erwarten nachhaltige Geschäftskonzepte und beziehen Fragen der Nachhaltigkeit in die Kaufentscheidung ein. In diesem stellen wir Ihnen vier Ansätze vor, wie Sie Ihr Geschäft nachhaltiger aufstellen können.

 

1. Umweltfreundliche Verpackungen für mehr Nachhaltigkeit im Einzelhandel

Eine aktuelle Studie des Instituts für Handelsforschung Köln zeigt: Rund 93 Prozent der Befragten wünschen sich, dass Hersteller und Geschäfte unnötige Plastikverpackungen durch umweltfreundliche Alternativen ersetzen. Bei Plastiktüten hat sich in dieser Hinsicht bereits einiges getan – nicht zuletzt aufgrund der EU-Verpackungsrichtlinie vom 30. Mai 2018. Diese strebt bis Ende 2025 eine Reduzierung auf 40 Stück pro EU-Bürger und Jahr an. Ab dem 3. Juli 2021 sind bestimmte Plastik- und Styroporprodukte sogar ganz verboten, zum Beispiel To-go-Becher oder Einweg-Besteck. Wer in seinem Geschäft also Plastiktüten oder Styroporbecher einsetzt, sollte sich frühzeitig mit Alternativen auseinandersetzen.

 

Wie wichtig Konsumenten das Thema Nachhaltigkeit im Einzelhandel ist, belegt eine weitere Zahl: 60 Prozent der Befragten zeigten die Bereitschaft, für ein Produkt mit recycelbarer Verpackung höhere Preise zu zahlen. Doch welche Ansätze sind neben einem Verzicht auf Plastiktüten denkbar, um die eigene Nachhaltigkeit im Einzelhandel zu steigern und auf diese Weise die Kundenerfahrung zu optimieren? Möglich sind zum Beispiel folgende Maßnahmen:

 

  • Kompostierbare Produktverpackungen aus Papier und Pappe sowie Holz oder biologisch abbaubare Kunststoffe sind beliebte Alternativen zum Plastik und bewährte Strategien, um durch eine alternative Verpackung die Nachhaltigkeit im Einzelhandel zu verbessern. Betreiben Sie eine Mode-Boutique? Dann können Sie auch Kleiderbügel aus diesen Materialien einsetzen.
  • Mehrwegtaschen aus Recyclingmaterial sind eine weitere Alternative – etwa beim Handel mit Lebensmitteln wie Obst oder Brot. Verwenden Sie zusätzlich Mehrweg-Gläser und-Flaschen, können Sie außerdem bei Getränken oder Produkten wie Joghurt Plastikmüll einsparen. Auch Jutebeutel bieten eine nachhaltige und zugleich ansprechende Alternative zur Plastiktüte – und lassen sich mit einem Werbeslogan oder Logo Ihres Geschäfts bedrucken.
  • Mithilfe von kleinen Indoor-Gewächshäusern lassen sich Kräuter oder Gemüse direkt im Geschäft anbauen – regionaler geht es kaum. Beim Instore-Farming handelt es sich um eine ebenso nachhaltige wie Marketing-wirksame Idee, mit der Sie garantiert die Aufmerksamkeit Ihrer Kunden wecken.

 

Extra-Tipp: Wer ein neues Ladengeschäft gründen möchte, kann einen Unverpacktladen eröffnen. In diesen bringt der Kunde selbst die Verpackung mit – etwa in Form von Dosen oder alten Marmeladengläsern – und füllt sich die benötigten Produkte im Laden ab.

 

2. Nachhaltige Kassenbons: Blau ist das neue Weiß

Wer sich sowohl mit dem Thema Nachhaltigkeit als auch mit der Einführung des neuen Kassengesetzes beschäftigt, stellt sich vielleicht die Frage: Wie lässt sich die Bonpflicht möglichst ressourcenschonend umsetzen? Eine Antwort liefern große Ketten wie der Bio-Händler Alnatura oder die Supermärkte Edeka und Netto, die auf den „Blue4est-Kassenbon“ umstellen. Dieser wird aus FSC-zertifiziertem Holz hergestellt und kommt ohne chemische Farbentwickler aus. Dadurch kann er – im Gegensatz zu üblichen Kassenzetteln – über das Altpapier entsorgt werden. Darüber hinaus ist das blaue Papier unempfindlich gegenüber Licht oder Feuchtigkeit und kann langfristig aufbewahrt werden. Möchten Sie der Nachhaltigkeit wegen in Ihrem Einzelhandel gänzlich auf Papier verzichten, kann zudem auch eine Belegausgabe per eBon eine Alternative zum klassischen Bon sein.

 


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3. Nachhaltiger Energieverbrauch im Einzelhandel

Suchen Sie nach einer schnellen, wenig komplizierten Möglichkeit, die Energieeffizienz Ihres Unternehmens zu verbessern, können Sie bereits mit kleine Änderungen viel erreichen. Analysieren Sie zuerst den Ist-Zustand: Haben Sie in Ihrem Geschäft noch herkömmliche Glühbirnen oder Halogen-Leuchtstoffröhren? Brennt in Lagerräumen permanent das Licht? Tauschen Sie die alten Leuchtmittel durch langlebige LEDs aus und installieren Sie intelligente Beleuchtungssysteme, sodass in selten benutzten Bereichen das Licht nur bei Bedarf angeht. Derartige Maßnahmen sind zwar mit höheren Anschaffungskosten verbunden als herkömmliche Leuchtmittel, doch sie rentieren sich auf lange Sicht und tragen durch den geringeren Verbrauch dazu bei, Ressourcen zu schonen.

 

4. Nachhaltige Logistik: Wie funktioniert sie im Einzelhandel?

Mit der Nachhaltigkeitsfrage rückt automatisch die Frage nach ressourcenschonenden Transportketten in den Fokus. Denn damit Ihre Regale stets gut bestückt sind, müssen die Waren zunächst einmal in Ihr Geschäft transportiert werden. Auch wer seinen Kunden Warenlieferungen anbietet, muss sich einige Gedanken über Transportmittel und Logistik machen. Während große Textilhandelsunternehmen in diesem Bereich werbewirksame Strategien verfolgen und ihre Logistikpartner zu mehr Nachhaltigkeit verpflichten, haben Sie als Einzelhändler diese Möglichkeiten natürlich nicht. Dennoch können Sie mit ein wenig Kreativität Ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren, Aufmerksamkeit für Ihr Geschäft generieren und Ihren Kunden nachhaltig im Gedächtnis bleiben. Setzen Sie beispielsweise auf klimaneutralen Versand und regionale Logistiknetzwerke. Zudem kann die Lieferung mit einem eigenen Lastenfahrrad eine clevere Option sein, um Waren umweltfreundlich und preiswert zu den Kunden zu transportieren.

 

Fazit

Das Thema „Nachhaltigkeit“ ist im Einzelhandel präsenter denn je. Umso wichtiger ist es für Einzelhändler, sich damit zu befassen und Lieferketten, Arbeitsabläufe und Lagerkonzepte zu hinterfragen. Ob durch ein zukunftsorientiertes Verpackungsdesign, mehr Energieeffizienz oder einem Umstieg auf den „Blue4est-Kassenbon“: Integrieren Sie den Nachhaltigkeitsaspekt bewusst in Ihr Geschäftskonzept, tragen Sie einiges zum Umweltschutz bei und optimieren dadurch Ihr Image und die Kundenbindung.

 

Allgemeiner Tipp: Ein professionelles Kartenterminal sollte jeder Händler seinen Kunden bieten.

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