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Mit Kundenkarten Neukunden gewinnen und Stammkunden belohnen

Kundenkarten sind unter Einzelhändlern ein beliebtes Instrument zur Kundenbindung. Wir erklären Ihnen alles, was Sie rund um die Kundenbindungsprogramme wissen müssen!

Um Kunden zu gewinnen und vor allem auf lange Sicht zu halten, gibt es unterschiedliche Maßnahmen. Dazu gehören auch Kundenkarten. Damit kann ein ganz eigenes Bonussystem Ihres Geschäfts gemeint sein, Sie können aber auch an einem bestehenden übergreifenden System teilnehmen. Bereits wenn Sie Ihr Geschäft eröffnen, sollten Sie sich schon einmal Gedanken darüber machen, in welcher Form Sie das attraktive Marketinginstrument „Kundenkarten“ einsetzen möchten. Denn schließlich sollen sich Ihre Kunden vom ersten Tag an mit Ihrem Geschäft identifizieren und Ihnen anschließend treu bleiben. Und nicht nur das: Sie sammeln zudem wertvolle Informationen über Ihre Kundschaft, auf deren Basis Sie gezielte Marketingmaßnahmen aktivieren können.

 

Diese Formen der Kundenkarten gibt es

Man unterscheidet zwischen mehreren verschiedenen Kundenkartensystemen, mit denen Kunden für ihre Treue belohnt werden. Wir haben Ihnen anhand von Beispielen die wichtigsten Modelle zusammengestellt:

Wee – Bares ist Wahres:

Die wohl direkteste Art der Belohnung ist: Geld. Zumindest indirekt gibt es für den Kunden beispielsweise dann Geld, wenn er für seine Wunschartikel weniger bezahlen muss, also einen Rabatt erhält – wie beim Bonussystem Wee. Für die Teilnahme benötigt der Kunde bei diesem System die Bonuskarten-App oder eine Kundenkarte, um einen QR-Code an der Kasse scannen zu lassen. Durch den Scan-Vorgang werden Wee gutgeschrieben. Die gesammelten Wee können dann beim nächsten Einkauf in teilnehmenden Geschäften gutgeschrieben werden. Das Besondere: Als eines der wenigen Kundenbindungsprogramme bietet Wee die Möglichkeit, sich das gesammelte Guthaben bar auszahlen zu lassen. Diese Art des Bonussystems ist sehr beliebt, weil es überschaubar und logisch ist.

Payback: Bonuspunkte sammeln und Prämie aussuchen:

Eine weitere Form der Kundenbindung sind Prämien, wie sie beispielsweise beim Bonussystem Payback gesammelt werden können. Der Kunde sammelt bei jedem Einkauf durch einfaches Scannen seiner Kundenkarte oder eines Coupons Bonuspunkte und löst diese dann ein: Ab einer bestimmten gesammelten Punktezahl kann er sich eine Sachprämie aussuchen. Dies können zum Beispiel Küchenutensilien sein, aber auch Einkaufsgutscheine für teilnehmende Geschäfte. Die Prämien kann sich der Kunde online oder aus einem Prospekt aussuchen. Kundenbindungsprogramme dieser Sorte haben den Nachteil, dass sie meist über einen längeren Zeitraum hinweg laufen und die „Belohnung“ für den Kunden erst sehr viel später kommt.

VIP-Shopping dank Clubmitgliedschaft:

Dieses Kundenbindungsprogramm hat einen exklusiven Charakter und ist damit häufig reizvoll für Stammkunden. In E-Mail-Newslettern werden sie über Rabatt-Aktionen informiert, die Nicht-Club-Mitgliedern vorenthalten bleiben. Wer also ohnehin bereits Kunde ist, wird dieses Angebot dankbar annehmen und öfter dort einkaufen oder eine Bestellung im Onlineshop aufgeben. An der Kasse kann mittels Kundenkarte oder App ein Code gescannt werden. Zudem erhalten ausschließlich Club-Mitglieder Geburtstagsgeschenke oder kleine Give-aways. Eine Clubmitgliedschaft stärkt die Bindung zu den Kunden, die Ihren Laden schon eine Weile kennen und sich sehr gut mit Ihrem Sortiment identifizieren können.

 

Dem Kunden Zeit lassen

Wichtig für jede Kundenkarte ist: Das Bonussystem sollte simpel und damit schnell erklärt sein. An der Kasse ist oft die Zeit knapp, wird es also auch nur ansatzweise kompliziert, sieht der Kunde wahrscheinlich öfter von einer Teilnahme am Kundenbindungsprogramm ab. Ihren Kunden sollte sich schnell erschließen, warum sich die Kundenkarte für sie lohnt. Eine gute Möglichkeit ist es, die wichtigsten Informationen auf eine Broschüre zu drucken, die sich die Kunden zu Hause in Ruhe durchlesen können. So kann eine gut durchdachte Entscheidung gefällt werden und im Nachhinein gibt es keine unangenehmen Missverständnisse über die Konditionen.

Kundenkarten auf dem Smartphone

 

Kundenbindungsprogramme via App zur Verfügung stellen

Es ist ein immenser Vorteil, sein Bonussystem über eine App zur Verfügung zu stellen. Im Sommer 2017 nutzten laut dem Branchenverband Bitkom 81 Prozent der Deutschen ein Smartphone – Tendenz steigend. So ist es unverzichtbar, Kunden das Scannen eines QR-Codes über das Smartphone zu ermöglichen. Zudem möchten viele Verbraucher nicht zu viele Kundenkarten in der Geldbörse transportieren. Apps reduzieren also die Kundenkarten-Sammlung und schaffen Platz im Portemonnaie. Das Smartphone ist bei den meisten Kunden an der Kasse ohnehin stets griffbereit. Wichtig: Die App sollte kostenlos sein. Denn um konkurrenzfähig zu bleiben, darf das Kundenbindungsprogramm den Kunden nichts kosten. Selbst wenn er die Kosten durch spätere Gutschriften wieder ausgleichen kann, ist die Hemmschwelle ansonsten für viele zu groß, überhaupt daran teilzunehmen.

 

Die große Chance der Kundenkarten: Daten nutzen

Kundenbindungsprogramme bergen eine wichtige Chance: Sie als Einzelhändler gewinnen relevante Informationen über Ihre Kundschaft. Diese Daten lassen sich hervorragend für gezieltes personalisiertes Marketing einsetzen. Zu bedenken ist aber auch, dass viele Kunden sich um ihre persönlichen Daten sorgen und lieber keine Kundenkarte in Anspruch nehmen möchten. Verdeutlichen Sie Ihren Kunden deshalb, dass Sie lediglich die Daten speichern, die Sie für die ordnungsgemäße Abwicklung des speziellen Kundenbindungsprogrammes benötigen. Dazu gehören in der Regel Vor- und Zuname, Adresse, Geburtstag sowie die wichtigsten Daten über die getätigten Einkäufe. Diese Bestimmungen sind in den AGB festgelegt, denen der Kunde per Unterschrift zustimmen muss. Dank dieser Daten erhalten Sie einen perfekten Überblick über das Alter, das Geschlecht, den Wohnort sowie die Einkaufsvorlieben Ihrer Kundschaft. So können Sie – natürlich mit Zustimmung der Kunden – zielgerichtetere Werbemaßnahmen wie etwa personalisierte Newsletter einsetzen.