Alltag meistern
(29)
 (4)
 (4)
 (5)
 (5)
 (11)
3.529

Out of Stock – Out of Business?

Vor allem im stationären Einzelhandel zählen sogenannte Regallücken – auf Englisch: „Out of Stock“ (OoS) – zu den hauptverantwortlichen Faktoren für erhebliche Umsatzeinbußen.

Per Definition liegt eine Regellücke dann vor, wenn der eigentlich für diesen Regalplatz vorgesehene Artikel nicht vorhanden ist. Wir erklären in diesem Artikel die möglichen Ursachen für Out of Stock und stellen Ihnen Lösungsansätze für die Vermeidung von Regallücken vor.

 

Kein Mut zur Lücke – welche Ursachen haben Out-of-Stock-Situationen?

Die Ursachen für Regallücken können vielfältig sein. Am häufigsten kommen diese Gründe für Regallücken infrage:

  • Bestellprobleme
  • Lieferschwierigkeiten
  • Listungsdifferenzen
  • Fehler bei der Regalbefüllung
  • Lagerungskomplikationen

Zunächst gilt es, die genaue Ursache für das Out-of-Stock-Problem zu ermitteln. Nur so kann eine dauerhafte und sinnvolle Lösung gefunden werden, um die Umsatzeinbußen zu vermeiden.

 

Wie reagieren die Kunden auf „Out of Stock“?

Ein klassisches Beispiel kommt aus der Bekleidungsbranche. Ein Kunde fragt nach einer bestimmten Größe und Sie müssen den gefürchteten Satz sagen: „Leider haben wir Ihre Größe nicht mehr da“. Die Kundenreaktion auf Regallücken kann unterschiedlich ausfallen:

  1. Im günstigsten Fall schiebt der Kunde seinen Kauf auf und kommt zu einem anderen Zeitpunkt wieder – in der Hoffnung, dass der gewünschte Artikel dann vorrätig ist.
  2. Eine weitere Möglichkeit ist der Abbruch des Kaufs. Dann müssen Sie als Einzelhändler mit Umsatzeinbußen rechnen.
  3. Der Kunde kann die Marke wechseln, das bedeutet, er kauft in Ihrem Laden einen vergleichbaren Artikel eines anderen Herstellers. Dies hat zunächst keine Umsatzeinbußen für Sie zur Folge. Kommt Out of Stock jedoch öfter vor, besteht die Gefahr, dass der Kunde den Laden wechselt.
  4. Bleibt der Kunde der gewünschten Marke treu, dann wechselt er womöglich den Laden. Und das bringt Umsatzeinbußen für Sie als Einzelhändler mit sich. Im schlechtesten Fall wechselt der Kunde langfristig den Laden.

 

 

Welche Lösungen gibt es für Out of Stock-Situationen?

Häufig reichen zur Vermeidung von Regallücken bereits einige einfache Maßnahmen aus. Je nachdem, welche Gründe für die Regallücken verantwortlich sind, kommen folgende Lösungsbereiche infrage:

 

1. Inventur, regelmäßige Kontrolle: Mitarbeiter behalten den Überblick über den Warenbestand in den Regalen

Eine effektive Methode, den Warenbestand in den Regalen im Auge zu behalten, ist eine entsprechende Sensibilisierung der Mitarbeiter. Sowohl im großen Rahmen einer Inventur als auch im kleinen Rahmen der täglichen Kontrolle sollten die Mitarbeiter den Überblick behalten, auf Out-of-Stock-Situationen aufmerksam werden und diese beheben. Am besten werden die Mitarbeiter mit Schulungen für diese Aufgaben ausgebildet. So können Sie auch Mitarbeiterfehlern bei den Bestellungen vorbeugen. Eine effektive Maßnahme ist, häufiger zu bestellen, dafür in geringeren Mengen. Weil dann die Produkte jedes Mal direkt eingeräumt werden können, behalten Sie leichter die Übersicht über Ihren Warenbestand.

 

Neue digitale Technologien können vor allem in größeren Geschäften die Regallücken-Erkennung übernehmen:

  • Roboter rollen durch die Regalreihen und weisen per Bilderkennung auf Lücken hin.
  • Erlauben es die Räumlichkeiten, können Sie auf Drohnen setzen, die über die Regale fliegen und Out of Stocks aufdecken.
  • Spezielle Regale können Leerstände erkennen – dank Sensoren, die zum Beispiel das Gewicht auf den Brettern erkennen.
  • Vorschubsysteme registrieren Leerzustände und melden diese.

 


Viele weitere interessante Artikel finden Sie hier


 

2. Digitales Inventarmanagement

Hochwertige Warenwirtschaftssysteme erfassen die Abverkäufe der Waren und erkennen daran, ob Ware im Regal aufgefüllt werden sollte oder ob Sie nachbestellen müssen. Mit Datenerfassungsgeräten werden die einzelnen Produkte gescannt und in einer zentralen Datenbank gespeichert. Sowohl die Menge der Produkte als auch ihr Standort sind dank einer solchen Software jederzeit abrufbar. So ist der Warenbestand im Regal sowie im Lager jederzeit bekannt und Nachbestellungen können automatisch in der entsprechenden Menge vorgenommen werden. Auf diese Weise kann die Out-Of-Stock-Quote in Ihrem Geschäft enorm minimiert werden.

 

3. Lager ordentlich halten

Nicht selten resultieren die Umsatzeinbußen aus Regallücken, die gar keine sind. Häufig fragen Kunden nach Artikeln, die Verkäufer durchaus noch auf Lager haben, jedoch nicht so schnell finden können. Dies ist eine leicht zu behebende Ursache von Out of Stocks. Ganz gleich, ob die Lagerräume klein oder groß sind – Unordnung kann schnell Einzug halten. Deshalb sollten Sie in jedem Fall von Beginn an Ordnung im Lager halten. Beschriften Sie alle Behälter und führen Sie Listen über die jeweiligen Bestände, sofern Sie diese nicht digital erfassen. Wichtig ist, dass Sie ganz bestimmte Produkte schnell finden können, um Ihre Kunden zufriedenzustellen und langfristig mit gutem Service an sich zu binden.

 

Fazit:

Out of Stock gilt als eine der häufigsten Ursachen für Umsatzeinbußen, lässt sich jedoch mit wenigen vergleichsweise einfachen Maßnahmen beheben. Wichtig ist, dass Sie die Gründe für die Regallücken in Ihrem Geschäft identifizieren und die Schwachstellen mit den passenden Veränderungen beheben. So lassen sich Umsatzeinbußen durch Regallücken zeitnah verringern.

 

Allgemeiner Tipp: Mit der Kombination aus FirmenKonto, Kartenterminal und  Kreditkarte haben Sie alles, was Sie für die professionelle Abwicklung Ihres Zahlungsverkehrs benötigen.

Jetzt S-Kombi bestellen

Sie suchen die passende Bezahllösung oder Finanzberatung?

Oder möchten mit unserem Newsletter immer auf dem Laufenden bleiben?

030 / 869 869 55

businessline@berliner-sparkasse.de

Newsletteranmeldung