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Mit Smartphone-Nachrichten zu mehr Kundschaft

Location Based Marketing  ist der neue Trend, um mehr Käufer in den Laden zu locken. Worauf kommt es an? 

Was ist Location-based Marketing?

Location Based Marketing  beschreibt vertriebsfördernde Aktionen über mobile Endgeräte. Ein typisches Anwendungsbeispiel: Wenn die Nutzer die GPS-Ortung ihrer Smartphones aktiviert haben, können Sie ihnen standortbasierte Werbung übermitteln. Das funktioniert, wenn sich die Kunden Ihrem Geschäft nähern oder Ihr WLAN sie erkennt. Laut einer von Statista 2016 durchgeführten Umfrage unter Marketingexperten ist Location Based Advertising  der wichtigste Trend in der mobilen Werbung.

 

Location-based Services in der Praxis 

Was bedeutet das jetzt aber für Ihr Café im Prenzlauer Berg? Die einfachste Anwendung wäre, wenn Sie Passanten, die gerade an Ihrem Geschäft vorbeibummeln, eine SMS oder Push-Nachricht aufs Handy schicken. „Genießen Sie jetzt einen Latte macchiato für 3 € statt 3,50 €! Zeigen Sie dafür einfach diese Nachricht beim Bestellen vor.“ Wer sowieso etwas trinken wollte, wird sich dank des Rabatts mit hoher Wahrscheinlichkeit für Ihr Café entscheiden. Und im Prenzlauer Berg – sind wir mal ehrlich – sagt doch niemand „Nein“ zu einer Latte. Vor allem, wenn Sie auch Soja- oder Mandelmilch anbieten.


Wie kommt Ihre Nachricht aufs Smartphone? 

Das ist die eigentliche Herausforderung, denn schließlich brauchen Sie die Handynummer der Spaziergänger oder eine anderweitige Chance, um sie zu kontaktieren. Folgende Möglichkeiten gibt es:


SMS: Wenn Sie die Handynummer der Person haben, können Sie ihr eine SMS schicken. Damit Sie sie über eine ortsbezogene Anzeige erreichen, müssen Sie aber auch noch wissen, wo sie sich aufhält. Also brauchen Sie eine App, die der potenzielle Kunde auf seinem Smartphone installiert hat und die Ihnen seinen Standort mitteilt. Ist das gegeben, ist die größte Hürde genommen. Sobald er sich jetzt Ihrem Café nähert – zack, ist die SMS da!


Push-Meldungen: Ganz ähnlich funktioniert es mit den Push-Benachrichtigungen. Auch hier brauchen Sie eine App, die Ihnen den Standort des potenziellen Kunden verrät. Wenn er sich in der Reichweite Ihres Geschäfts befindet, schicken Sie ihm eine Nachricht aufs Handy. Es muss ja nicht jedes Mal ein Rabatt sein. Sie können den jungen Familienvater auch auf Veranstaltungen, besondere saisonale Gerichte auf Ihrer Speisekarte oder andere Dinge hinweisen.

 


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Check-Ins: Diese sind möglich über Apps von Drittanbietern wie Facebook, Foursquare oder Yelp. Das macht es für Sie sehr viel einfacher, da Sie keine eigene App brauchen, sondern einfach ein Firmenprofil bei den genannten Portalen erstellen. Schon können die Food-Bloggerinnen bei Ihnen einchecken. Wenn sie das tun, werden alle ihre Freundinnen darüber informiert. Also lohnt es sich, ihnen ein Dankeschön für ein Check-in anzubieten. Auf welche Produkte Sie Rabatte gewähren, können Sie auf dem Profil Ihres Cafés angeben. Einziger Nachteil: Über die Apps von Drittanbietern können Sie vorbeischlendernden Kaffeeliebhabern keine Push-Benachrichtigungen senden.


Beacons: Werbung jetzt auf den Zentimeter genau

Wollen Sie innerhalb Ihres Cafés verschiedene Rabatte gewähren? Oder den Kunden Wissenswertes über Ihr Lokal vermitteln? Dann richten Sie doch eine Ecke für Hungrige, eine für Puristen und eine für die Milchkaffeefraktion ein.

Mit der Beacon-Technologie können Sie Ihre Gäste nahezu zentimetergenau orten – und zwar auch in geschlossenen Räumen. Beacons sind kleine Sender, die per Bluetooth mit dem Smartphone kommunizieren. Je nachdem wo sich der Kunde aufhält, können Sie ihm per Beacon-Technologie unterschiedliche Push-Mitteilungen zuschicken. 

Also: Wer am Fenster sitzt, bekommt vielleicht keinen Rabatt. Aber denjenigen, der den ungeliebten Platz neben der Toilette erwischt hat, entschädigen Sie mit einem kleinen Preisnachlass. So verbessern Sie die Beziehung zu Ihren Kunden.

 

So funktionieren Beacons

 

Beacon-Technologie als Einnahmequelle

Oder Sie versenden Informationen über Ihr Café und das Gebäude, in dem Sie sitzen. Ist es ein geschichtsträchtiger Altbau? Umso besser! Finden Sie alles darüber heraus und lassen Sie es Ihre Kunden wissen. Wer mehr mit einem Ort verbindet als nur einen Kaffee, ist auch eher geneigt wiederzukommen. Und wenn er sich beim nächsten Besuch woanders hinsetzt, bekommt er vielleicht sogar noch eine neue Information.

In größeren Geschäften schöpft die Beacon-Technologie ihr volles Potenzial aus. Hersteller können beispielsweise mit Videos und ausführlichen Details für ihre Produkte werben. Der Ladeninhaber wiederum bekommt Geld für jeden Abruf der Videos. Wie oft sie angesehen werden, lässt sich mithilfe der Beacons messen.


Und was kostet das?

Ein Set mit drei Beacons bekommen Sie schon für 60 Euro. Eine eigene App zu entwickeln, ist teurer. Ein Firmenprofil bei Facebook, Foursquare oder Yelp anzulegen, kostet erst einmal nichts. Und selbst wenn Sie dort Anzeigen schalten, kommen Sie damit lange günstiger weg als mit klassischer Werbung.

Welche Form der Kundenansprache für Sie die richtige ist, hängt natürlich von Ihrer Zielgruppe ab. Aber die gut gebildete Mittelschicht im Prenzlauer Berg und die Berliner Bloggerszene sind neuen Technologien gegenüber ja meist sehr offen.