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Gute Karten für den Handel

Kredit- und Debitkarten gehören nach wie vor zu den beliebtesten Zahlungsmitteln im Einzelhandel. Welche brauchen Sie wirklich? Was kostet das? Und wie kommen Sie an die Akzeptanzverträge? Wir verraten es.

Warum ein Kartenterminal wichtig ist

Deutschland zählt zu den Ländern, in denen Bargeld noch das beliebteste Zahlungsmittel ist. Aber auch hierzulande steigt die Nachfrage nach bargeldlosen Transaktionen: Fast 20 Milliarden Kartenzahlungen im Einzelhandel in 2015 sprechen eine deutliche Sprache. Als Einzelhändler sollten Sie darauf vorbereitet sein, damit Ihnen kein Umsatz entgeht.

 

Die Debitkarte – die Lieblingskarte der Deutschen

Die beiden gängigsten bargeldlosen Zahlungsmittel sind Kredit- und Debitkarten. Debit? Genau – kennen viele aber eher unter den veralteten Bezeichnungen Scheckkarte oder EC-Karte. Girocards wie die Sparkassen-Card sind Debitkarten. Ihre Bedeutung für Einzelhändler liegt auf der Hand: Jeder, der in Deutschland ein Girokonto hat, hat auch eine Debitkarte. Und jedes moderne Kassenterminal unterstützt dieses Zahlungsmittel.

 

Die Vorteile der Debitkarte im Überblick:

 

  1. Große Verbreitung: rund 100 Millionen ausgegebene Karten in Deutschland
  2. Transaktion wird dem Händler sofort gutgeschrieben
  3. Die Deutsche Kreditwirtschaft garantiert die Zahlung

Quelle: https://www.s-haendlerservice.de/terminal-kartenzahlung/kartenzahlung/debitkarten-verfahren/ 

 

Bei der bargeldlosen Zahlung mit einer Debitkarte haben Sie als Händler die Wahl zwischen zwei Zahlverfahren. Bei Electronic Cash gibt der Karteninhaber seine PIN in das Kassenterminal ein. Das System führt verschiedene Sicherheitsabfragen durch, damit Sie sicher sein können, dass das Geld bei Ihnen ankommt. Die Kosten dafür, Debitkarten als Zahlungsmittel anzubieten, sind gering. 

Wenn Sie Ihren Kartenakzeptanzvertrag beispielsweise über den Sparkassen-Händlerservice, einem Kooperationspartner der Berliner Sparkasse, abschließen, sind es lediglich 0,18 Prozent Autorisierungsentgelt (umsatzsteuerfrei) plus 0,05 Prozent Serviceentgelt (umsatzsteuerpflichtig). Bei einer Überweisung von 50 Euro sind das 9,30 Cent. Zudem fällt beim bargeldlosen Zahlungsverkehr mit Debitkarten eine Bearbeitungsgebühr zwischen 8 und 9 Cent pro Buchung an.

Beim elektronischen Lastschriftverfahren (ELV) unterschreibt der Karteninhaber den ausgedruckten Beleg auf der Rückseite. Damit bestätigt er, dass Sie sein Girokonto belasten dürfen. Das System prüft aber nicht, ob das Konto gedeckt ist. Sie gewähren dem Kunden also einen Vertrauensvorschuss. Ist nicht genug Geld auf dem Konto oder widerruft der Kunde den Vorgang, erhalten Sie auch kein Geld.

 

Die Kreditkarte – für Touristen und Geschäftsleute

Kreditkarten sind in Deutschland nicht so verbreitet wie Debitkarten, aber auch ihre Bedeutung als Zahlungsmittel steigt. 2015 gab es 955 Millionen Transaktionen mit Kreditkarten. Das ist ein Anstieg von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr (787 Millionen; Quelle: Deutsche Bundesbank).  Als Komplettanbieter für den bargeldlosen Zahlungsverkehr ermöglicht der Sparkassen-Händlerservice die unkomplizierte Akzeptanz aller gängigen Kartenmarken. Die beiden wichtigsten in Deutschland sind Visa und MasterCard. Falls Sie viele ausländische Gäste und Geschäftskunden haben, empfiehlt sich auch die Akzeptanz von JCB, Union Pay International, American Express und Diners Club.

Um Kreditkartenzahlungen anbieten zu können, benötigen Sie einen Kreditkartenakzeptanzvertrag. Die Gebühr für Kreditkartenzahlungen im Einzelhandel ist seit dem 9. Dezember 2015 deutlich günstiger und liegt beim Sparkassen-Händlerservice zwischen 1,5 und 2,95 Prozent. Bei einer Zahlung von 50 Euro sind das 0,75 bis 1,48 Euro.

 

Neue Bezahlverfahren als Alleinstellungsmerkmal

Natürlich können Sie mit den Kassen-Terminals der Berliner Sparkasse – wie beispielsweise dem SumUp Air – auch ganz klassisch Bargeld als Zahlungsmittel akzeptieren. Wenn Sie zusätzlich Debit- und Kreditkartenzahlungen entgegennehmen, werden Sie bei den meisten Kunden punkten können.

Aber wollen Sie aus der Masse herausstechen? Dann sollten Sie auch innovative Bezahlmethoden anbieten, beispielsweise per Near Field Communication (NFC). NFC ermöglicht den bargeldlosen Zahlungsverkehr kontaktlos – der Kunde muss seine Karte nur noch an das Terminal halten und schon verbinden sich die Geräte. Das Einstecken und – bei Transaktionen unter 25 Euro – die PIN-Eingabe entfallen. So funktionieren Kartenzahlungen im Einzelhandel noch einfacher. Und Sie können Ihre Kunden schneller bedienen.

In anderen europäischen Ländern ist es schon gang und gäbe, kontaktlos zu bezahlen. Aber auch in Deutschland unterstützen bereits viele Millionen Giro- und Kreditkarten die Bezahlung, ohne die Karten in ein Terminal stecken zu müssen. Anbieter wie Apple Pay setzen ebenfalls auf die Technologie. Ein eigener Kreditkartenakzeptanzvertrag ist für NFC nicht erforderlich. Für Sie bietet es aber Vorteile, auch Kreditkarten zu akzeptieren – vor allem Ihre ausländischen Gäste werden es Ihnen danken.