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Geld leihen: 5 Wege, um neues Bares aufzunehmen

Wer investieren will, braucht Cash. Doch welche Möglichkeiten gibt es, um flüssig zu bleiben? Von Pfandleiher bis Privatkredit zeigen wir Ihnen fünf Optionen.

Pfandleiher für den Kleinkredit

Beim Pfandleiher bekommen Sie Geld für Wertgegenstände, die Sie an ihn verpfänden. Das können Goldketten, Silberbesteck, teure Lederjacken und andere Dinge sein. Allerdings liegt die Beleihungsrate meist nur bei 25 bis 50 Prozent. Für eine 1.000-Euro-Kette gibt er Ihnen in der Regel also maximal 500 Euro. Probleme kann es zudem bei Elektrogeräten wie Smartphones oder Fernsehern geben: Da ständig neue Versionen auf den Markt kommen, fällt ihr Wert rasant.

Bei Darlehen in einer Höhe von bis zu 300 Euro sind die Kosten und Gebühren eines Pfandleihers gesetzlich festgeschrieben. Nehmen Sie beispielsweise 100 Euro bei ihm auf, fallen monatliche Pfandgebühren zwischen 1 und 2,50 Euro sowie 1 Euro Zinsen an. Das ist ein effektiver Jahreszins von 42 Prozent. Bei einem höheren Kreditbetrag sind die Konditionen frei verhandelbar: Finanziell bringt das Ihnen als Kreditnehmer aber meist keinen Vorteil.

Wichtig zu wissen: Lösen Sie Ihre Wertgegenstände nicht rechtzeitig aus, darf der Pfandleiher sie versteigern. Dann sehen Sie Ihre Sachen unter Umständen nie wieder.

 

Geld leihen von Privatpersonen über Online-Portale

Im Internet sind in den vergangenen Jahren Anbieter entstanden, bei denen Sie Kredite von Privatpersonen aufnehmen können. Teilweise locken diese Anbieter damit, dass für den Kredit kein Nachweis der Schufa notwendig ist. Dafür müssen Sie aber viele Informationen über Ihr Unternehmen preisgeben, die dann für jeden einsehbar im Web stehen –, beispielsweise Ihr Einkommen, Ihre Zahlungsfähigkeit und Ihre Pläne mit dem Geld.

Nur wenn Sie die privaten Investoren von Ihrem Vorhaben überzeugen, kommt die Finanzierung zustande. So kann es Wochen bis zur Auszahlung dauern. Zudem sind diese Kredite häufig mit relativ hohen Zinsen verbunden.

 

Schnell und einfach einen Kredit aufnehmen

Der klassische Weg zu neuem Kapital ist der Kredit. Um ihn zu beantragen, müssen Sie sich nicht auf Internetplattformen registrieren, sondern gehen einfach zu Ihrer Bank oder Sparkasse. Also dorthin, wo Sie sowieso schon Ihr Geschäftskonto haben. Das spart Zeit und ist unkompliziert.

Kurzfristige Engpässe überbrücken Sie mit dem Kontokorrentkredit. Er funktioniert ähnlich wie der Dispo auf dem Privatkonto: Sie legen einmal den Kreditrahmen mit Ihrem Berater fest und rufen das Geld dann einfach ab, ohne es Ihrem Berater ankündigen zu müssen. Genauso unkompliziert und flexibel läuft es mit der Rückzahlung. Da der Kontokorrentkredit keine feste Laufzeit hat, können Sie ihn einfach begleichen, indem Sie Ihr Konto wieder ins Plus bringen.

Für die Finanzierung größerer Vorhaben ist der Investitionskredit die beste Wahl. Viele Unternehmen greifen auf diesen Kredit zurück, um zu expandieren, ohne ihre Barreserven antasten zu müssen. Die monatlichen Raten zahlen sie aus laufenden Erträgen.

 

Geld leihen in der Familie

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Geld von Freunden oder Verwandten zu leihen. Bei kleinen Summen funktioniert das meist problemlos. Müssen Sie aber einen größeren finanziellen Engpass überbrücken und benötigen Kapital für ein Bauvorhaben oder Ähnliches, kann es schwierig werden. Können Freunde und Verwandte Ihnen wirklich genug Geld leihen, um Ihre Pläne zu finanzieren? Was ist, wenn sie ihr Erspartes plötzlich selbst benötigen und zurückfordern? Und was machen Sie, wenn bei Ihnen unerwartete Zusatzkosten entstehen?

Das alles macht es kompliziert. Wenn es zu Schwierigkeiten bei der Rückzahlung kommt, wissen wir alle: Bei Geld hört die Freundschaft auf. Wollen Sie wirklich Freundschaften und Familienbeziehungen aufs Spiel setzen? 

Falls Sie umgekehrt selbst darüber nachdenken, jemandem von Ihrem als Einzelhändler hart erarbeitetem Geld einen Kredit zu gewähren, sollten Sie dringend auf einem Vertrag bestehen. Denn in der Regel erhalten Sie als Privatperson keine Auskunft über die Bonität des Gläubigers oder seine Schufa. Vorsicht: Einnahmen aus Zinsen, die Sie als Kreditgeber einnehmen, müssen Sie versteuern. 

 

Fördermittel: viele Vorteile und hohe Hürden

Zu bestimmten Anlässen können Sie Fördermittel beantragen. Üblicherweise sind Fördermittel ähnlich wie Kredite. Die meisten müssen zurückgezahlt werden, oft aber zu relativ günstigen Konditionen. So sparen Sie Zinsen.

Allerdings muss Ihr Unternehmen – egal ob klein oder groß – die Kriterien eines Förderprogramms erfüllen, um an die günstigen Kredite zu kommen: beispielsweise mit besonders innovativen Technologien arbeiten, seine Produktpalette erweitern oder seine Räumlichkeiten energieeffizient umbauen.

Bis zur Kreditvergabe kann einige Zeit vergehen. Zunächst muss Ihr Antrag ausführlich geprüft werden. Mit einer schnellen Auszahlung ist bei Fördermitteln also nicht zu rechnen. Dennoch: Geld aus einem Fördertopf ist eine der günstigsten Methoden, um sich Geld zu leihen.